Trump fordert den Senat zur Verabschiedung von CLARITY auf

US-Präsident Donald Trump traf sich im Weißen Haus mit Führungskräften einiger der größten Kryptounternehmen und forderte den Senat auf, die Verabschiedung des CLARITY Act zu beschleunigen. Der Gesetzentwurf soll klarere Regeln für den Markt für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen und festlegen, wie die Zuständigkeiten zwischen den Bundesbehörden verteilt werden. Das Treffen war Teil einer viertägigen Kampagne der Regierung zur Unterstützung der Kryptoindustrie und zur Entwicklung eines neuen regulatorischen Rahmens.

Weißes Haus und Kryptoindustrie unterstützen CLARITY

An der Veranstaltung nahmen Führungskräfte von Coinbase, Kraken, Gemini, Ripple, Robinhood und Chainlink Labs sowie Vertreter der US-Regulierungsbehörden teil. Das Treffen markierte den dritten Tag einer koordinierten viertägigen Initiative, in deren Rahmen die Behörden Maßnahmen zu Kryptowährungen, Stablecoins und digitalen Finanzmärkten vorstellen. Nach den verfügbaren Informationen diskutierten die Teilnehmer außerdem über die künftige US-Politik im Bereich digitaler Vermögenswerte, Vorschläge aus der Branche und mögliche neue Initiativen im Zusammenhang mit Bitcoin.

Während seiner Rede erklärte Trump, dass die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) an Bedingungen arbeite, die der dezentralen Börse Hyperliquid möglicherweise den Zugang zum US-Markt ermöglichen könnten. Die Plattform hatte den Zugang für Nutzer aus den USA zuvor aufgrund regulatorischer und rechtlicher Risiken eingeschränkt. Trump bezeichnete CLARITY als einen wichtigen Bestandteil des künftigen Regulierungsrahmens für den Kryptomarkt und erklärte, dass die Verabschiedung des Gesetzes den Vereinigten Staaten helfen könne, ihre Wettbewerbsfähigkeit bei digitalen Vermögenswerten und technologischen Innovationen zu erhalten, auch im Wettbewerb mit China. Coinbase-CEO Brian Armstrong unterstützte die Initiative ebenfalls und erklärte, eine umfassende Gesetzgebung könne die Fortschritte der aktuellen Regierung langfristig sichern und stabile Regeln für die Branche schaffen.

Regulierungsbehörden bereiten parallel neue Kryptoregeln vor

Die Bemühungen um CLARITY fallen mit mehreren Initiativen von Bundesbehörden zusammen. Das US-Finanzministerium legte einen Vorschlag vor, der bestimmen soll, wann ein Stablecoin im Sinne des GENIUS Act als ausgegeben oder verkauft gilt. Diese Kriterien sollen festlegen, welche Emittenten eine bundesweite Lizenz benötigen und welche unter einer Genehmigung auf Ebene der Bundesstaaten tätig sein können, sobald die entsprechenden Bestimmungen in Kraft treten.

Gleichzeitig stellte die US Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Initiative Reg Crypto vor. Der Vorschlag sieht einen speziellen Rahmen für die Kapitalbeschaffung durch Kryptoprojekte vor und soll klarere Anforderungen für Unternehmen schaffen, die digitale Vermögenswerte ausgeben. Darüber hinaus hält der neue Innovationsbeirat der CFTC seine erste Sitzung ab und soll die Regulierungsbehörde künftig zu Kryptowährungen, künstlicher Intelligenz, Prognosemärkten und anderen schnell wachsenden Finanztechnologien beraten.

Die Entscheidung liegt nun beim Senat

Trotz der Unterstützung durch das Weiße Haus und große Kryptounternehmen wartet CLARITY weiterhin auf weitere Schritte im Senat. Eine Abstimmung über das Ende der Debatte und die weitere Behandlung des Gesetzentwurfs wird nach der Rückkehr der Senatoren aus der Sitzungspause am 15. September erwartet. Um die Initiative voranzubringen, könnten die Republikaner die Unterstützung mehrerer Demokraten benötigen oder einen Kompromiss bei einigen der umstrittensten Bestimmungen des Gesetzes erreichen müssen.

Zu den schwierigsten Fragen gehört weiterhin ein möglicher Interessenkonflikt bei Regierungsvertretern, die Einnahmen aus Kryptoprojekten erzielen. Digitale Vermögenswerte und Unternehmen, die mit der Familie von Donald Trump verbunden sind, stehen dabei besonders im Fokus. Daher könnten Ethikregeln und die finanziellen Interessen hochrangiger Amtsträger zu einem wichtigen Bestandteil der parteiübergreifenden Verhandlungen werden.

Während CLARITY weiter diskutiert wird, treibt die Regierung den Aufbau eines umfassenderen Regulierungssystems für digitale Vermögenswerte voran. Bundesbehörden erarbeiten eigene Regeln für Stablecoins, Kryptounternehmen, Token und neue Finanzprodukte, während der Kongress über den Gesetzentwurf berät. Dadurch können die Regulierungsbehörden schrittweise die notwendige Infrastruktur schaffen, ohne auf den Abschluss des gesamten Gesetzgebungsverfahrens warten zu müssen. Sollte der CLARITY Act im Senat ausreichend Unterstützung erhalten, könnte er zu einem der wichtigsten Bestandteile der US-Kryptogesetzgebung werden und klarere Anforderungen für Börsen, Token-Emittenten und andere Teilnehmer am Markt für digitale Vermögenswerte festlegen. Die Trump-Regierung setzt derzeit sowohl politische als auch regulatorische Instrumente ein, um die Verabschiedung des Gesetzes zu beschleunigen, während führende Vertreter der Kryptoindustrie öffentlich die Schaffung eines stabilen und langfristigen Regulierungsrahmens für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten unterstützen.

22.08.2026, 11:00
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