Kernaussagen
- Cango (NYSE: CANG) verkaufte 4.451 BTC (rund 60% der Reserven) im Wert von etwa 305 Mio. USD.
- Der Verkauf erfolgte am offenen Markt gegen USDT zu einem Kurs von etwa 68.000 USD pro BTC.
- Die Erlöse wurden für eine teilweise Rückzahlung eines BTC-besicherten Kredits genutzt, um die Schuldenlast zu senken.
- Die Reserven sanken von ~8,1 Tsd. BTC auf ~3,6 Tsd. BTC; das Unternehmen liegt nun auf Platz 26 unter den öffentlichen BTC-Haltern.
- Das Unternehmen kündigte einen Schwenk hin zu KI-Compute und den Aufbau einer globalen, verteilten Recheninfrastruktur an.
Was ist passiert?
Das Mining-Unternehmen Cango (NYSE: CANG) hat am vergangenen Wochenende 4.451 BTC verkauft
und damit seine Bitcoin-Reserve um rund 60% reduziert. Der Verkauf wurde am offenen Markt gegen
USDT zu einem Kurs von etwa 68.000 USD durchgeführt – insgesamt im Umfang von rund
305 Mio. USD.
Cango-Logo (NYSE: CANG).
Wie sich die Reserven verändert haben
Laut BitcoinTreasuries sind die Reserven von Cango zwischen dem 6. und 9. Februar
von ~8,1 Tsd. auf ~3,6 Tsd. BTC gesunken. Der Miner belegt damit nun Platz 26
unter den größten öffentlichen Bitcoin-Haltern.
Warum Cango BTC verkauft hat
Cango verwendete die Erlöse zur teilweisen Rückzahlung eines mit Bitcoin besicherten Kredits. Der Vorstand genehmigte den Verkauf
nach einer Neubewertung der Marktbedingungen, um die Schuldenlast zu reduzieren.
Verbindung zu Bitmain und globale Farm-Präsenz
Cango, früher unter den Top-3-Minern nach eingesetzter Kapazität, ist eng mit Bitmain
(dem größten Hersteller von ASIC-Minern) verbunden – über Hardwarelieferungen und Finanzstrukturen. Das Unternehmen betreibt
mehr als 40 Farmen in Nordamerika, im Nahen Osten, in Südamerika und in Ostafrika.

Illustration: Antminer ASIC-Miner. Quelle: Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0).
Aktuelle Kennzahlen
Laut offizieller Website beträgt die operative Hashrate von Cango 37 EH/s. Im Januar 2026
hat das Unternehmen 496 Bitcoins gemined.
Transformation des Geschäftsmodells: Fokus auf KI
Nach der Ankündigung des Verkaufs veröffentlichte Cango einen Aktionärsbrief, in dem eine Transformation des Geschäftsmodells
beschrieben wurde. Das Unternehmen entwickelt sich vom klassischen Mining hin zum Betreiber einer globalen, verteilten Recheninfrastruktur,
die auf Workloads der künstlichen Intelligenz ausgerichtet ist. Geplant sind der Ausbau modularer Rechenknoten,
die Einführung eigener Softwarelösungen zur Kapazitätssteuerung sowie die schrittweise Entwicklung zu einer Plattform
für KI-Rechenleistung weltweit.

Illustration: Server-Racks (Rechenzentrum/Compute). Quelle: Wikimedia Commons (CC BY 2.0).
Marktkontext: Miner verkaufen Reserven
Vor dem Hintergrund sinkender Mining-Rentabilität infolge des Preisrückgangs von Bitcoin sind viele Miner gezwungen,
Krypto zu verkaufen – zur Deckung laufender Kosten oder zur Erfüllung von Verpflichtungen. So überwies in der vergangenen Woche
eines der größten Mining-Unternehmen, MARA, Kryptowährungen im Wert von 87 Mio. USD an Börsen.

Illustration: BTC-Preisdiagramm. Quelle: Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0).
Wichtige Kennzahlen (eine Tabelle)
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Verkaufte BTC | 4.451 BTC |
| Geschätzter Verkaufspreis | ~68.000 USD pro BTC |
| Transaktionsvolumen | ~305 Mio. USD |
| Konvertiert in | USDT |
| Reserven zuvor (6.–9. Feb.) | ~8,1 Tsd. BTC |
| Reserven danach (6.–9. Feb.) | ~3,6 Tsd. BTC |
| Rückgang der Reserven | ~60% |
| Rang unter öffentlichen Haltern | Platz 26 |
| Zweck des Verkaufs | teilweise Rückzahlung BTC-besicherter Schulden |
| Operative Hashrate | 37 EH/s |
| Geminte BTC im Januar 2026 | 496 BTC |