FUSAKA: Ein Ethereum-Upgrade?!

Interview über das neue Netzwerk-updаte

Interviewer: Sie haben vorhin erwähnt, dass große Ethereum-Updates ungefähr zweimal im Jahr erscheinen. Was genau ist dieses Upgrade namens Fusaka?

Experte: Fusaka ist ein weiteres großes Upgrade des Ethereum-Protokolls. Der Hauptfokus liegt auf der Skalierung des Netzwerks und darauf, das Leben der Ethereum-Nutzer zu vereinfachen. Dieses updаte eröffnet neue Möglichkeiten für L-Rollups und L2-Lösungen und steigert damit die Gesamt­skalierbarkeit des Systems deutlich (1). Gleichzeitig bringt Fusaka wichtige Neuerungen in zwei weiteren Bereichen: Verbesserung der User Experience und ein weiterer Ausbau der Skalierung auf der Basisschicht L1 (2).

Interviewer: Das heißt, es handelt sich nicht mehr nur um ein Experiment?

Experte: Genau. Das ist kein Testlauf, sondern der nächste unvermeidliche Evolutionsschritt. Fusaka wird es ermöglichen, so viele Menschen wie möglich an Ethereum anzubinden, ohne die ursprüngliche Idee des Netzwerks zu verfälschen. Wir haben nicht vor, Dezentralisierung der Skalierung zu opfern (3). Sicherheit bleibt weiterhin die oberste Priorität. Ethereum wird zugleich skalierbarer und sicherer werden. Und die Vorteile dieser Skalierung werden sowohl auf L1 als auch auf L2 spürbar sein.

Interviewer: Können Sie genauer erklären, was die Eardust-Technologie ist?

Experte: Mit Fusaka führen wir tatsächlich eine grundlegend neue Lösung ein – die Eardust-Technologie. Eine höhere Datenkapazität bedeutet, dass mehr „Blobs“ verarbeitet werden können, was die Kapazität des Netzwerks für Rollups erweitert (4). Derzeit sind Datenvolumen und Datenverarbeitung der wichtigste Flaschenhals für Rollups im Ethereum-Ökosystem. Wenn wir diese Einschränkung lockern können, entsteht deutlich mehr Spielraum für alles, was auf Ethereum aufgebaut wird. Die Daten auf DA-Ebene selbst bieten starke Garantien für Zensurresistenz (5).

Interviewer: Und wie wirkt sich das auf die Nutzererfahrung aus?

Experte: In diesem Upgrade führen wir eine Reihe von Funktionen ein, die die UX deutlich verbessern (6). Insbesondere ermöglicht die Einführung einer L1-Kurve die Nutzung sicherer Endgeräte wie Smartphones. So können sich Nutzer per Fingerabdruck authentifizieren – unter anderem mithilfe von Passkeys (7), die direkt auf Ethereum L1 ankommen. Das ist äußerst wichtig, weil es die Reibung beim Onboarding neuer Nutzer in nicht-verwahrende Wallets reduziert (8). Dadurch können Entwickler einfache, durchgängige User Journeys entwerfen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen.

Interviewer: Welche weiteren Verbesserungen umfasst Fusaka?

Experte: Zusätzlich dazu ist eine Reihe weiterer Änderungen vorgesehen, darunter die Erhöhung der Blockgröße und der Transaktionslimits (9). Dadurch wird es möglich, das Gaslimit anzuheben (10), was bedeutet, dass das Netzwerk mehr Transaktionen verarbeiten kann, während die Gebühren sehr niedrig bleiben. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, eine Umgebung zu schaffen, in der sich das gesamte Ethereum-Ökosystem skalieren lässt: Es bleibt zuverlässig, strebt eine nahezu 100%ige Verfügbarkeit an und ist in der Lage, Vorgänge mit hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten.

Interviewer: Wie geht es danach weiter?

Experte: Unsere Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Fusaka wird Layer 2 wirklich skalierbar machen, dieses Kapitel schließen und das nächste eröffnen, in dem wir uns auf die Skalierung von L1 konzentrieren. Im Grunde stehen wir erst am Beginn des Skalierungszeitalters. Ich bin sehr begeistert von den bevorstehenden Veränderungen – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um in das Ökosystem einzusteigen. Wir werden L1 skalieren, L2 skalieren und gleichzeitig die Nutzererfahrung einfacher und komfortabler machen.

Fußnoten

  • L-Rollups und L2 – sind wie Hochgeschwindigkeits­autobahnen für Transaktionen im Ethereum-Netzwerk, auf denen deutlich mehr Vorgänge in kürzerer Zeit abgewickelt werden können.
  • L1 – ist die „Hauptstraße“ von Ethereum, die Basisschicht des Protokolls, auf der alle Transaktionen letztlich finalisiert und gespeichert werden.
  • Dezentralisierung – ein Organisationsprinzip, bei dem es keinen einzelnen Eigentümer gibt: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und niemand kann die Regeln im Alleingang ändern.
  • Blobs – große Datenpakete, mit deren Hilfe sich große Mengen an Transaktionen parallel verarbeiten lassen.
  • DA (Data Availability) – die Garantie, dass alle Daten verfügbar und zuverlässig gespeichert sind, sodass sie weder versteckt noch unbemerkt verändert werden können.
  • UX (User Experience) – umfasst alles, was beeinflusst, wie einfach, verständlich und angenehm es für Menschen ist, Ethereum und darauf aufbauende Anwendungen zu nutzen.
  • Passkeys – „magische Schlüssel“, die Passwörter ersetzen, auf deinem Smartphone gespeichert sind und für den sicheren Zugriff auf dein Wallet verwendet werden.
  • Nicht-verwahrendes Wallet – ein Wallet, bei dem ausschließlich du selbst die Kontrolle über deine Gelder hast, nicht ein Drittanbieter oder Service.
  • Blockgröße und Transaktionslimits – vergleichbar mit einer Verbreiterung der Straße und einer Erhöhung der Anzahl an Autos, die gleichzeitig darauf fahren können.
  • Gaslimit – eine Art „Tankvolumen“ für Transaktionen: Je höher das Limit, desto mehr Vorgänge können in einen Block aufgenommen und auf einmal verarbeitet werden.
07.12.2025, 14:47
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